Wem Rolfing helfen kann

Neben Nackenverspannungen haben wir immer wieder mal Rückenschmerzen.

Nach längerem Sitzen zieht es im Bereich der Lendenwirbelsäule, die Schultern sind schmerzhaft verspannt.

 

Die Füße schmerzen, wenn wir länger stehen. Die Knie vielleicht dann, wenn wie länger sitzen oder auch joggen.

Wir haben das Gefühl, irgendetwas schnüre uns unseren Brustkorb zusammen, sodass wir nicht frei atmen können.

 

Wir stellen beim Blick in den Spiegel fest, dass eine Schulter weiter nach oben gezogen ist als die andere. Wir sind irgendwie "schief".

 

Wir fühlen uns steif und unbeweglich. Wir sind schnell erschöpft und haben keine Energie mehr. Vielleicht fühlen wir uns auch nicht "zuhause“ im eigenen Körper?

 

Im beruflichen Alltag oder auch im Privatleben haben wir den Eindruck, dass wir zu wenig "Rückgrat" haben und uns zu leicht aus dem Gleichgewicht bringen lassen. 

 

Dann ist es Zeit für Rolfing!

 

 

Fotos © Jörg Steffens

Die 10 Sitzungen im Rolfing

 

Die klassische Vorgehensweise im Rolfing sieht eine Serie von zehn Sitzungen vor, die aufeinander aufbauen und einem Konzept folgen, das Dr. Ida Rolf entwickelt hat. Jede Sitzung hat einen bestimmten Schwerpunkt und dauert etwa eine Stunde. Im Lauf der Serie wird der gesamte Organismus systematisch angesprochen - individuell abgestimmt auf den Klienten und seine Bedürfnisse. So geht es in den ersten drei Sitzungen vor allem um die Auflösung der äußeren Spannungsmuster, später werden tiefer liegende Faszienschichten gelöst, und in den abschließenden Sitzungen steht die Integration im Mittelpunkt. Für viele Klienten ist diese Vorgehensweise gut geeignet, bei anderen variiere ich meine Strategie individuell.

Die Art der Berührung beim Rolfing ist eine besondere, und sie ist mit herkömmlicher Massage nicht vergleichbar. Man nennt sie den „Rolfing Touch“. Langsam und dosiert werden die Faszien von der Oberfläche bis in tiefere Schichten bearbeitet - mit Fingern, Händen und auch mit dem Ellenbogen.

 

Da Faszien wegen ihrer vielen Rezeptoren auch unser wichtigstes Organ für die Körperwahrnehmung (Propriozeption) sind, ist die achtsame Schulung dieser Proprozeption ebenfalls wichtiger Bestandteil jeder Rolfing-Sitzung.

 

Faszien - alles hängt zusammen!

 

Warum eine Serie von zehn Sitzungen sinnvoll ist - ein Beispiel:

Probleme mit dem Kiefergelenk, wie nächtliches Zähneknirschen, hängen oft mit Verspannungen im Nacken zusammen. Die wiederum können eine Folge davon sein, dass unsere Füße nicht in der Lage sind, unseren Körper auf gesunde Weise zu tragen - im Stehen wie im Gehen. Denn dadurch wird nicht nur die Stellung unserer Knie und unseres Beckens negativ beeinflusst. Auch wird unsere Wirbelsäule daran gehindert, ihre gesunden Krümmungen auszuformen, um elastisch bei den Bewegungen unseres Körpers reagieren zu können. Und was haben die Faszien damit zu tun?