Häufige Fragen

Fotos © Jörg Steffens

Was unterscheidet Rolfing® von anderen Methoden?

Rolfing ist eine ganzheitliche Methode, die tiefe manuelle Bindegewebsbehandlung mit Bewegung und Selbstwahrnehmung verbindet. Der Rolfer betrachtet immer den ganzen Körper, die strukturellen und funktionalen Zusammenhänge. Rolfing ist "Strukturelle Integration" und will das gesamte Skelett-Muskel-Faszien-System möglichst optimal ausbalancieren. Dabei wird immer die Schwerkraft als ordnende Kraft berücksichtigt. Das unterscheidet Rolfing von anderen Methoden und ist zugleich eine der Voraussetzungen für die nachhaltige Wirkung einer Faszientherapie. Siehe auch »  Welche Rolle spielt die Schwerkraft für unsere Gesundheit?

 

Hilft Rolfing bei ...?

Es gibt Symptome, bei denen die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass Rolfing hilft. Dazu gehören Verspannungen, Rücken- und Schulterschmerzen, Kopfschmerzen oder auch Beschwerden in den Knien oder Füßen. Eine Garantie gibt es natürlich nicht, und bedenken Sie: Unter Umständen waren Sie schon bei einer Reihe von Ärzten, die Ihnen nicht dauerhaft helfen konnten. Rolfing behandelt weniger einzelne Beschwerden, sondern das gesamte System. Ein Ungleichgewicht in diesem Sytem ist oft die Ursache für Beschwerden. Dadurch also, dass Rolfing den Zustand des Gesamtsystems verbessert, können Beschwerden häufig "einfach" verschwinden.

 

Wieviele Sitzungen sind sinnvoll und in welchen Abständen?

Zwar kann schon eine Rolfing-Sitzung einen ersten Erfolg und eine Linderung eventueller Beschwerden bringen, dies wird aber voraussichtlich nicht von Dauer sein. Denn tiefgreifende strukturelle Veränderungen brauchen ihre Zeit. Egal ob Sie Nackenverspannungen, Schulter- oder Rückenbeschwerden, Probleme mit Knien oder Füßen haben - es ist immer der ganze Körper betroffen. Deshalb ist es aus Sicht von uns Rolfern auch wenig sinnvoll, an Symptomen "herumzudoktern". Vielmehr ist es sinnvoll, systematisch in einer Serie von Sitzungen vorzugehen. Für meine Vorgehensweise und Strategie ist es hilfreich zu wissen, ob Sie sich auf einen Prozess einlassen möchten. Aber Sie verpflichten sich zu nichts, entscheiden selbst, ob Sie weiter machen wollen. Optimal sind Abstände von ein bis zwei Wochen zwischen den einzelnen Sitzungen, aber auch größere Abstände sind möglich.

 

Wie läuft eine Sitzung ab?

Zu Beginn einer Sitzung sprechen wir kurz miteinander, was sich getan hat. In der ersten Sitzung dauert dieses Gespräch natürlich etwas länger. Dann beobachte ich Sie einige Minuten. Ich bitte Sie beispielsweise, sich entspannt hinzustellen, tief zu atmen, die Arme zur Seite zu heben oder ein paar Schritte zu gehen. Dabei fordere ich Sie auch auf, zu spüren, wie sich das Atmen oder einzelne Bewegungen anfühlen. Anschließend liegen Sie die meiste Zeit entspannt auf der Liege und ich bearbeite die Faszien bestimmter Körperregionen. Sie unterstützen die Wirkung der Faszienarbeit mit kleinen aktiven Bewegungen. Am Ende der Sitzung vergleichen wir Vorher und Nachher. Fast immer hat sich etwas verändert, was Sie auch spüren können. Ich gebe Ihnen auch Tipps und Übungen mit, die Sie zuhause und im Alltag einbauen können. 

Ist Rolfing schmerzhaft?

Das erlebt jede/jeder unterschiedlich. Früher galt Rolfing als sehr schmerzhaft und Rolfer arbeiteten entsprechend. Inzwischen hat sich bei den meisten Praktizierenden die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Körper aus der Rolfing-Behandlung nicht „lernt“, wenn er sich dagegen wehrt, weil er starken Schmerz empfindet. Allerdings können die Empfindungen während der Sitzungen durchaus intensiv sein - und ja, es kann und muss gelegentlich auch mal weh tun. Ich versichere Ihnen, Sie entscheiden: Wenn Ihnen eine Intervention zu schmerzhaft ist, müssen Sie nicht leiden. Sagen Sie einfach "Stopp" oder geben mir anders klar zu verstehen, dass die Grenze für Sie überschritten ist. 

 

was muss ich mitbringen?

Bringen Sie einfach sich selbst mit. Manchmal können auch Röntgenbilder oder ähnliche Unterlagen vom Arzt sinnvoll sein. Sie brauchen auch kein Handtuch mitbringen, Sie bekommen ein sauberes Laken und bei Bedarf eine Decke. Ich behandle Sie in Unterwäsche oder Bikini/Badehose. Tragen Sie etwas, womit Sie sich wohlfühlen. 

 

Was kostet Rolfing und zahlen die Krankenkassen?

Eine Sitzung, die 60 bis 75 Minuten dauert, kostet 110 Euro. Bitte zahlen Sie in bar nach jeder Sitzung, EC-Karte ist leider nicht möglich. Gesetzliche Krankenkassen erstatten die Kosten für Rolfing leider (noch) nicht. Verschiedene private Krankenversicherungen übernehmen nach Erfahrungen meiner Klienten eventuell einen Teilbetrag. Sie können die Rolfing-Rechnung bei Ihrer Steuererklärung unter Sonderausgaben geltend machen, fragen Sie dazu Ihren Steuerberater.

 

terminabsagen

Ich bitte Sie, vereinbarte Termine mindestens 24 Stunden vorher abzusagen, wenn Sie verhindert sind. Andernfalls muss ich Ihnen die Sitzung leider in Rechnung stellen, unabhängig vom Grund der Absage.

 

Gibt es Kontraindikationen?

Wenn eine Erkrankung des Bewegungsapparats oder von Organen vorliegt, sollten Sie einen Arzt fragen.  Bei akuten entzündlichen Erkrankungen und bei bösartigen Tumorerkrankungen ist von Rolfing abzuraten. Sprechen Sie auf alle Fälle mit mir über Vorerkrankungen und Beschwerden, damit wir uns bei der Behandlung darauf einstellen können.