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Dehnen, räkeln und tief atmen!

Liebe Klientinnen und Klienten,

 

wie geht es Ihnen in dieser nicht enden wollenden Phase der Einschränkungen, Unsicherheit und Anspannung? Ich hoffe, jede/r von Ihnen findet für sich Wege, ab und zu nicht nur für mentalen Ausgleich zu sorgen, sondern sich auch um den Körper zu kümmern.

 

Die meisten von uns sind stiller geworden, im doppelten Wortsinn. Die Maske macht Kommunikation selbst durch Mimik nahezu unmöglich. Wir treffen weniger Freunde und Bekannte, um uns auszutauschen. Unbekannte stellen eine potenzielle Gefahr dar, und so lassen wir es meistens lieber bleiben, uns für sie zu interessieren. 

 

Stiller sind wir auch körperlich geworden. Die allgegenwärtige Unsicherheit führt zu einer körperlichen Reaktion - immer und ohne Ausnahme. Der Körper sucht Wege, um sich irgendwie sicherer zu fühlen: Vielleicht krümmen wir die Zehen, spannen den Beckenboden an oder unser Gesäß, ziehen die Schultern hoch, beißen die Zähne zusammen oder halten unseren Atem gefangen. Im Körper entstehen Regionen, in denen es "still" und fest wird, in denen wir keine Bewegung mehr zulassen.

 

Dagegen zumindest können wir einiges tun! Sehr wertvoll ist es, sich selbst zu beobachten und wahrzunehmen, wo im Körper welche Spannung sich unangenehm bemerkbar macht. Dann heißt es: bewegen, dehnen und räkeln! Nicht mechanisch, sondern mit viel feinem Gespür! Am besten schon im Bett vor dem Aufstehen und dann immer wieder zwischendurch im Lauf des Tages. Nicht zuletzt sollten Sie sich viele genussvolle, tiefe Atemzüge gönnen, am besten an der frischen Luft - bei jedem Wetter! Wer zuhause eine Pilates-Rolle hat, lege das Becken, die Wirbelsäule und den Kopf darauf ab, atme tief und lasse die Schwerkraft ihre Arbeit tun.

 

Auch ich unterstütze Sie gern auf meine Weise in der Praxis.

Schließlich sind wir Rolfer Spezialisten für "Still-Points" im Körper und dafür, dem Körper wieder mehr Beweglichkeit und auch Sicherheit zu geben!

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ihre Susanne Noll